Wer auf Reisen ein Zimmer bei einer einheimischen Familie sucht, braucht kein perfektes Englisch – aber klare Fragen. Genau darum geht es in dieser B1-Lektion: Lily trifft in Addis Abeba Dawit wieder, kurz nachdem sie sich verabschiedet haben, und er erzählt ihr von einem Zimmer, das seine Cousine Salam im Familienhaus in Bole vermietet. Aus dieser Begegnung entsteht ein ruhiges Gespräch über Lage, Preis, Frühstück und Internet.

Wenn du also nach Formulierungen suchst, um auf Englisch nach einer Unterkunft zu fragen, den Nachtpreis zu klären oder zu verstehen, was im Preis enthalten ist, findest du hier einen praktischen Leitfaden. Wir schauen uns die wichtigsten Wendungen an, üben die Wortstellung bei Fragen und bereiten ein kurzes Buchungsgespräch vor – vom Kontaktaustausch bis zur Stornoregel.

Die Situation verstehen: Worum es beim Zimmer in Bole geht

Die Ausgangslage ist typisch für Reisen: Ein lokaler Kontakt bietet Hilfe an, und du musst einschätzen, ob das Angebot zu dir passt. Dawit beschreibt ein Zimmer im Familienhaus seiner Cousine – kein Hotel, sondern ein Aufenthalt bei Einheimischen. Für dich als Lernende oder Lernender ist das eine gute Gelegenheit, höfliche Fragen zu üben, ohne in einen Verhörton zu geraten.

Dein Lernziel in dieser Lektion: Du sollst Lage, Preis, Frühstück und Internet erfragen, ein Gastzimmer mit einem Hotel vergleichen und einfache Absprachen treffen können. Wichtig ist dabei nicht nur die Grammatik, sondern der Ton – freundlich, konkret und ehrlich interessiert.

Nützliches Englisch für die Zimmersuche

Die folgenden Wendungen stammen aus dem Gespräch zwischen Lily und Dawit. Die Beispielsätze sind teils aus der Lektion übernommen, teils als zusätzliche Übungssätze ergänzt und entsprechend gekennzeichnet.

„said goodbye to“

Diese Wendung bedeutet, dass jemand sich mit einem freundlichen Abschied von einer Person verabschiedet hat. Sie beschreibt also den Moment des Abschieds, nicht ein dauerhaftes Ende des Kontakts.

  • Aus dem Gespräch: Lily und Dawit hatten sich bereits verabschiedet, bevor sie sich wiedertrafen.
  • Ergänztes Beispiel: *We said goodbye to the host at the gate and walked to the roundabout.*

Achte auf die Präposition: Man sagt *say goodbye to someone*, nicht *say goodbye someone*.

„daily life“

Damit sind die alltäglichen Abläufe der Menschen vor Ort gemeint – Arbeit, Einkaufen, Familie, Nachbarschaft. Der Ausdruck passt gut, wenn du erklären willst, warum du lieber lokal wohnst als im Hotel.

  • Aus dem Gespräch: Der Aufenthalt soll mehr zeigen als nur Kirchen und Museen.
  • Ergänztes Beispiel: *I want to see daily life in the neighbourhood, not only the tourist sights.*

„the same building where“

Diese Struktur verbindet einen Ort mit einer Person oder Sache, die sich dort befindet. Sie klingt natürlicher als eine wörtliche Übersetzung mit „in which“.

  • Aus dem Gespräch: Das Zimmer liegt im selben Gebäude, in dem auch die Familie wohnt.
  • Ergänztes Beispiel: *The room is in the same building where my cousin lives.*

Merke dir das Muster: *the same building where + Person/Handlung*. Für einfache Ortsangaben reichen oft kürzere Formen: *in Bole*, *at the gate*, *near the church*.

„includes breakfast“

Diese Wendung sagt klar, dass das Frühstück im Preis enthalten ist. Sie ist besonders nützlich, weil sie eine Leistung bestätigt, statt nur danach zu fragen.

  • Aus dem Gespräch: Der Preis für das Zimmer schließt das Frühstück ein.
  • Ergänztes Beispiel: *Does the price include breakfast, or is it extra?*

Achte auf den Unterschied zwischen *include* (enthalten sein) und *offer* (anbieten): Ein Hotel kann Frühstück anbieten, ohne dass es im Zimmerpreis enthalten ist.

„doing this for me“

Diese Wendung zeigt, dass jemand dir persönlich hilft – nicht nur im Rahmen seiner Arbeit. Sie drückt Dankbarkeit aus und passt gut, wenn ein lokaler Kontakt extra Zeit investiert.

  • Aus dem Gespräch: Dawit hilft Lily persönlich bei der Zimmersuche.
  • Ergänztes Beispiel: *Thank you for doing this for me – it makes the trip much easier.*

Vokabular für Unterkunft und Buchung

Die folgenden Wörter helfen dir, das Gespräch sicher zu führen:

  • traveler – eine Person, die an einem anderen Ort zu Besuch ist
  • roundabout – ein kreisförmiger Straßenknotenpunkt
  • cousin – das Kind von Tante oder Onkel
  • rent – bezahlen, um ein Zimmer oder eine Wohnung zu nutzen
  • guest – eine Person, die in einem Zuhause oder Hotel übernachtet
  • deposit – eine Teilzahlung, um etwas zu reservieren
  • booking – eine Reservierung für ein Zimmer oder eine Leistung
  • contacts – gespeicherte Personen im Telefon oder Adressbuch

So setzt du die Sprache im Gespräch ein

Beginne mit einer freundlichen Eröffnung und stelle dann eine Frage nach der anderen. Zu viele Fragen auf einmal wirken leicht wie ein Formular. Gute Reihenfolgen sind: erst Lage, dann Preis, dann Leistungen, dann Buchung.

  1. Lage klären: *Where exactly is the room?*
  2. Preis erfragen: *How much does she ask per night?*
  3. Leistungen prüfen: *Does it include breakfast? Is the internet fast enough for work?*
  4. Buchung besprechen: *How can I book it? Do I need to pay a deposit?*
  5. Stornoregel klären: *Can I cancel before noon?*

Für den Vergleich mit einem Hotel eignen sich einfache Vergleiche: *It is cheaper than my hotel.* Oder mit Begründung: *A hotel will not show you daily life.* So verbindest du Preis und Erfahrung.

Typische Fehler und Übungsideen

Bei Fragen zur Unterkunft passieren drei Fehler besonders oft:

  • Wortstellung: Es heißt *How much does she ask?*, nicht *How much she asks?* Das Hilfsverb steht vor dem Subjekt.
  • Zeitform wählen: Für sofortige Absprachen passt oft das Present Continuous oder *will*/*can*: *I am sending it now.* *I will call her now.* *Maybe you can show me.*
  • Ortsangaben verbinden: *in Bole*, *at the gate*, *near the church* und *in the same building where* klingen natürlicher als wörtliche Übersetzungen.

Zum Üben kannst du ein Rollenspiel machen: Eine Person fragt nach Zimmer, Preis, Frühstück, Internet, Anzahlung und Stornoregel, die andere antwortet kurz und freundlich. Schreibe danach eine kurze Buchungsnachricht mit Begrüßung, zwei Fragen, einer Bestätigung und einer Frage zur Stornoregel.

Höre dir jetzt die Lektion an und probiere direkt eine Antwort aus: Stelle deinem Gegenüber die Frage *Does the price include breakfast?* – und achte darauf, wie die Antwort klingt.